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Einweihungsfeier der neuen Ortsumgehung
Über 30 Jahre haben wir auf diese Straße gewartet. Am 01.04.2007 veranstalteten die örtlichen Vereine von Brachthausen und Wirme eine Einweihungsfeier.
Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrer Karl-Heinz Böckelmann.
Das Fest wurde von allen Vereinen veranstalet. Für Unterhaltung sorgte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Brachthausen.
Die folgenden Pressartikel können Sie weiter unten nachlesen:
- "L 728 neu" Paradies für Autofahrer (WR 05.04.2007)
- Endlich fertig: Ortsumgehung mit Frühlingsfest gefeiert (SK 04.04.2007)
- Brachthausener Traum endlich wahr (WR 02.04.2007)
- Eine Straße für mehr Lebensqualität (WP 02.04.2007)
- In 300 Tagen muss die OU fertig sei (WP 16.05.2006)
- Minister gibt positives Signal (WP 16.08.2005)
- Jung wehrt sich energisch gegen Kritik aus Brachthausen (WP 16.08.2005)
- Chancen für Baubeginn im nächsten Jahr stehen gut Ortsumgehung Brachthausen bleibt Zankapfel der Politik / MdL Jung sauer über Nichteinladung (WP 16.08.2005)
- "Parteitaktisches Grobbel-Spielchen" (WR 16.08.2005)
- "Parteitaktische Spielchen liegen mir fern" (WP 15.08.2005)
- Demonstration in Brachthausen (WDR2, 12.08.2005)
- Grobbel wehrt sich: CDU-Darstellung ist einfach falsch (WR 12.08.2005)
- BM Grobbel soll Farbe bekennen (WP 12.08.2005)
- "Wir sind keine Bürger 2. Klasse" (WR 12.08.2005)
- Schauerte (CDU) zum Thema Ortsumgehung (WP 04.08.2005)
- Alfred Bierhoff kritisiert die OU-Verschiebung (WP 03.08.2005)
"L 728 neu" Paradies für Autofahrer
Brachthausen/Kreisgebiet. Ludger Siebert, Chef des Landesbetriebs Straßenbau (Siegen), und Kirchhundems Bürgermeister Michael Grobbel waren die ersten Autofahrer, die gestern Morgen am Ortsausgang Wirme kurz nach 11 Uhr über die funkelnagelneue Ortsumgehung Richtung Brachthausen rollten.
Ludger Siebert und Bürgermeister Michael Grobbel räumten die letzten Hindernisse auf Seite und stiegen dann in ihre Dienstwagen, um die L 728 neu zu testen.
Nach gerade mal einem Jahr Bauzeit durch die Kirchhundemer Firma Straßen- und Tiefbau, vertreten durch Seniorchef Bernd Behle (davon nur drei Viertel Jahr "Netto-Bauzeit"), war somit ein Projekt fertig gestellt, das in den Köpfen der Politiker und Bürger schon vor gut 30 Jahren zum ersten Mal aufgetaucht war.
Vom Kirchhundemer Ortskern bis zur Gemeinde- und Kreisgrenze steht den Auto- und Zweiradfahrern somit zweifellos ein Straßenstück "vom Feinsten" zur Verfügung.
Schon 2001, so erinnerte Siebert, sei Baurecht geschaffen worden, dann sei es in erster Linie um die Finanzierung gegangen. 2005 sei der Bauauftrag dann für 2006 erteilt worden, nachdem man einige haushaltstechnische Hürden habe nehmen müssen.
Die "gefährlichen Momente" in der von Kurven und Enge gekennzeichneten Brachthauser Ortsdurchfahrt hätten jetzt endlich ein Ende. Durch die Umgehung ergäben sich für das Ortsinnere Brachthausens erhebliche Chancen zur Umgestaltung.
Das hörte Kirchhundems Bürgermeister Michael Grobbel natürlich mit strahlender Miene. Er dankte allen am Projekt Beteiligten, besonders CDU-Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schauerte. Als das Projekt 2005 möglicherweise noch einmal hinausgezögert werden sollte, hätten die Bürger von Brachthausen mit einer Demonstration zur rechten Zeit ordentlich Druck gemacht.
(WR 05.04.2007)
Endlich fertig: Ortsumgehung mit Frühlingsfest gefeiert
Kirchhundem, 04.04.2007 13:27 Uhr (masa), Brachthausen. (dd) Der 1. April 2007 wird in die Geschichte des Kohlhagener Kirchspiels eingehen. Nach fast 30 Jahren erfüllte sich für die Bevölkerung mit der Fertigstellung der Ortsumgehung ein lang gehegter Wunsch, die am Sonntag auf der neuen Trasse bei herrlichem Frühlingswetter mit einem Straßenfest zünftig gefeiert wurde.
Die offizielle Eröffnung ist Mittwoch um 11 Uhr. Ein großer Augenblick für die Brachtser Bürger: Pastor Karl-Heinz Böckelmann zusammen mit Bürgermeister Michael Grobbel, Staatssekretär Hartmut Schauerte und dem örtlichen Vereinsvertreter Alois Hermes während der kirchlichen Einweihung der neuen Ortsumgehung
Kohlhagens Pastor Karl-Heinz Böckelmann, der der 1,4 Kilometer langen und 2,7 Millionen Euro teuren Umgehungsstraße den kirchlichen Segen erteilte, freute sich über die Tatsache, dass auf dem gesamten Straßenverlauf der Blick auf das geliebte Kohlhagen möglich ist.
Alois Hermes, Vertreter der örtlichen Vereine, vermutet, dass die Anwohner der Hilchenbacher Straße in den nächsten Tagen wohl alle verschlafen werden, denn es werde jetzt eine Ruhe einkehren wie auf der Ahe oder auf der Mark.
Kirchhundems Bürgermeister Michael Grobbel zeigte noch einmal die lange Entwicklung dieses wichtigen Projektes auf. Danach hat es im Jahre 1979 erste Gespräche gegeben, zehn Jahre später erfolgte das Planfeststellungsverfahren und Ende 2005 wurde der Auftrag vergeben. Zunächst war wegen fehlender Gelder vorgesehen, die Baumaßnahme erst in diesem Jahr in Angriff zu nehmen.
Doch dank des persönlichen Einsatzes von Staatssekretär Hartmut Schauerte, einer Demo der Bevölkerung und einer Resolution der Gemeinde Kirchhundem wurde der Baubeginn noch in 2006 vorgenommen und der jahrelange städtebauliche Missstand, so der Bürgermeister, nun beseitigt werden. In nur neun Monaten ist nun die dringend notwendige Umgehungsstraße fertig gestellt worden. So erhielten die bauausführenden Firmen am Sonntag für ihre gute und schnelle Arbeit großen Applaus.
Während Brachthausens Ortsvorsteher Alfred Bierhoff die Ortsumgehung als eine neue Lebensqualität lobte, freute sich Staatssekretär Hartmut Schauerte, als „echter Flaper Junge“ über diese gelungene Baumaßnahme. „Die Dörfer gewinnen dadurch und das Leben in den Orten wird angenehmer“, so Schauerte, der stolz sei, dass man mit diesem Projekt im Flapetal „etwas Richtiges auf die Beine gestellt hat“. Bereits in den vergangenen Jahren hat man die Ortsdurchfahrten in Flape und Wirme erneuert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 9 Millionen Euro.
Was passiert nun mit der desolaten Brachthauser Ortsdurchfahrt? Bürgermeister Michael Grobbel: „Hier stellt der Landesbetrieb Straßenbau NRW in Siegen einen Betrag von 285.250 Euro für Maßnahmen in das integrierte ländliche Entwicklungskonzept zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist, eine Förderung im Rahmen einer Dorferneuerungs-Maßnahme zu erhalten. „Eine gute Grundlage“, so Grobbel. Musikalisch umrahmt wurde das Fest vom Musikzug der Löschgruppe Brachthausen unter der Leitung von Andreas Regeling. Am heutigen Mittwoch erfolgte um 11 Uhr die offizielle Einweihung durch den Leiter des Landesbetriebes Straßenbau NRW in Siegen und Bürgermeister Grobbel.
(Sauerlandkurier 04.04.2007)
Brachthausener Traum endlich wahr
Brachthausen. (zad) Mit einem Straßenfest und einer kleinen Feierstunde begingen die Brachthausener bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag die Einweihung der fertig gestellten Ortsumgehung.
Waren voll des Lobes: Ortsvorsteher Alfred Bierhoff, BM Michael Grobbel, CDU-Staatssekretär Hartmut Schauerte, Alois Hermes Vertreter der örtlichen Vereine und Pfarrer Karl-Heinz Böckelmann. Nach fast 30 Jahren ist die lang ersehnte Ortsumgehung endlich wahr geworden. Am Mittwoch, ab 11 Uhr, rollt dann auch der Verkehr. Fertig gestellt war die Straße bereits Ende letzten Jahres - Bauzeit nur neun Monate. Kurz vor Baubeginn im April letzten Jahres sollte dann noch einmal der Termin auf 2007 verschoben werden, doch dem setzte man einen Riegel vor. Was lange währt, wird endlich gut. Knapp 2,6 Millionen Euro hat die neue Straße gekostet. Eine Investition in eine "moderne und dauerhafte Grundstruktur", so Hartmut Schauerte (CDU).
Lobeshymnen und Superlative von allen Seiten. "Die Ortsumgehung entlastet den innerörtlichen Verkehr in Brachthausen spürbar", konstatierte Bürgermeister Michael Grobbel. "Das ist für uns wie Ostern und Weihnachten zusammen", schwärmte Ortsvorsteher und SPD-Ratsmitglied Alfred Bierhoff. "Ich kenne keine so schöne Ortsumgehung wie die hier im Flapetal. Das ist eine sehr schöne und gelungene Sache, an der ich lange gearbeitet habe, sage ich mit Stolz. Die Straße ist und war eines meiner Lieblingskinder", meinte CDU-Staatssekretär Hartmut Schauerte. Und für die Sanierung der Ortsdurchfahrt seien vom Land bereits Mittel zugesagt, durfte Schauerte zudem eine weitere gute Nachricht überbringen.
Zugleich wiesen die Honoratioren darauf hin, die neue Straße mit Sorgfalt zu nutzen. "Das soll keine Raserstrecke werden", mahnte Schauerte. Auch Pfarrer Karl-Heinz Böckelmann warnte: "Das ist ein lang ersehntes Stück Straße, das hoffentlich keine Schnellstraße wird, auf der man dann mit Tempo 120 nach Wirme reinbrettert." Alois Hermes, Vertreter für die örtlichen Vereine, mahnte, nun die marode Ortsdurchfahrt in Angriff zu nehmen, um die Lebensqualität des schönen Ortes zu wahren. Mit einem Augenzwinkern bedachte er die Nachbarn in Hilchenbach: "In Hilchenbach wird man wohl in den nächsten Wochen einige Male verschlafen. Kein Rappeln und Lärmen mehr von den Lkw."
Auf der Hüpfburg tobten sich die Kleinen aus, auf dem Grill brutzelten die Bratwürste und das kalte Bier wartete bereits. Einziger Wermutstropfen: die 100 Portionen Erbsensuppe waren sauer geworden. Das machte der Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Brachthausen mit einem schmissigen "Auf der Vogelwiese" schnell wett. Mit dem freien und weiten Blick auf den Kohlhagen schloss man das Zeremoniell mit einem Marienlied.
(WR 02.04.2007)
Eine Straße für mehr Lebensqualität
Brachthausen. (nivo) "Vergessen sind fast 30 Jahre Planungen, Erwartungen und eine Bürgerdemo, die es so in unserem Ort noch nie gegeben hat." Brachthausens Gemeindevertreter Alfred Bierhoff sprach den Anwesenden aus dem Herzen. Am Sonntag wurde die Freigabe der Ortsumgehung Brachthausen, die offiziell für morgen, 11 Uhr, terminiert ist, schon mal vorgefeiert.
Bierhoff bedankte sich für die Unterstützung der Bürger. Gemeinsam sei es parteiübergreifend gelungen, dass sich sich Politiker aus Land, Bund und Gemeinde für die Sache eingesetzt haben. "Diese Umgehungsstraße wird uns allen in Zukunft eine neue Lebensqualität geben. Es stellt uns aber auch im Zusammenhang mit dem geplanten Flurbereinigungsverfahren für die nächsten Jahre vor eine große Aufgabe und Herausforderung", so Bierhoff. Bürgermeister Grobbel griff das anstehende Verfahren ebenfalls auf: "Ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass der Landesbetrieb Straßenbau für die Wiederherstellung der innerörtlichen Flächen 285250 Euro zur Verfügung stellen wird, damit eine neue innerörtliche Straßengestaltung und Verkehrsregelung geplant und umgesetzt werden kann. Die Straßenraumgestaltung in der Ortsdurchfahrt wurde in den Abschlussbericht des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) aufgenommen. Dieses Konzept sieht anschließend eine Grundstücksneuordnung im Rahmen der Dorferneuerungsmaßnahme vor".
In Bezug auf die Umgehungsstraße erklärte Grobbel, dass die Kosten in Höhe von 2,753 Millionen Euro für Baumaßnahme mehr als gerechtfertigt seien. Der Bürgermeister dankte insbsondere den Landtagsabgeordneten Reinhard Jung und Theo Kruse, sowie Staatssekretär Hartmut Schauerte, der persönlich anwesend war, für die Unterstützung, damit das Bauprojekt zeitnahe realisiert werden konnte.
Das Fest wurde musikalisch umrandet vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr. Für die Kinder wurde ein buntes Programm zusammengestellt, während die Erwachsenen ein paar gemütliche Stunden auf der neuen Straße verbringen konnten, bevor ab Mittwoch der Verkehr rollt.
(WP 02.04.2007)
In 300 Tagen muss die OU fertig sein
Brachthausen/Wirme. (wp, ebe) "Sie konnen sich schonmal als Luftkurort anmelden", empfahl Ludger Siebert, Chef des Landesbetriebs Straßen NRW gestern den Brachthauser Bürger. Denn spätestens im Frühjahr nächsten Jahres, wenn die Ortsumgehung für den Verkehr freigegeben wird, wird es ruhig werden im Ort.
Siebert und seine Kollegen sowie die Chefs der bausführenden Firmen, Rudolf Hilgenroth (Fa. Hilgenroth, Sundern) und Andreas Behle (Fa. Straßen- und Tiefbau Kirchhundem) stellten gestern interessierten Bürger das Bauvorhaben im Detail vor.
Nach 300 Werktagen, so steht es im Vertrag mit den Firmen, muss die neue 1,5 Kilometer lange Straße fertig sein. Bis dahin müssen 85000 Kubikmeter Boden bewegt, 3000 Meter Kanalrohr verlegt, 50 Gullischächte erstellt, 10000 Kubik Frostschutz und rund 42000 Quadratmeter Asphalt in drei Schichten eingebaut werden. Hinzu kommen eine 17,86 Meter lange Wirtschaftswege-Brücke über die Straße und ein Regenrückhaltebecken am nördlichen Bauende bei Wirme. Mit 2,1 Mio. statt ursprünglich 2,7 Mio. Euro wird die Straße um einiges günstiger als veranschlagt. "Das liegt am Wettbewerb", erklärte Siebert den etwa 20 Bürgern an der Baustelle.
Erste Überlegungen für die Umgehung gab es bereits 1980. Nach dem Lkw-Unglück von Herborn wurden die Pläne umgearbeitet. Deshalb endet die Umgehung bei Wirme nicht direkt vor dem Ortseingang, wo die Straße mit 8 Prozent das stärkte Gefälle hat, sondern einige hundert Meter vor dem Ortschild.
Mit weniger als 3000 Fahrzeugen am Tag ist die Verkehrsbelastung auf der L 728 nicht sehr hoch, dennoch galt die kurvige Ortsdurchfahrt als Unfallhäufungspunkt. Wenn der Durchgangsverkehr demnächst am Ort vorbeirollt, "kann sich Brachthausen in Sachen Ortsgestaltung und -erneuerung entwickeln", so Siebert. Erste Gespräche mit dem Amt für Agrarordnung laufen bereits. Die alte L 728 wird dann in der Ortslage zur Gemeinde-, außerhalb des Ortes zur Kreisstraße umgewidmet.
Befürchtungen der Bürger, ohne Kreisverkehr wäre die Querung der Straße Richtung Silberg zu gefährlich, wiesen die Straßenbauer zurück. "Der Ausbau und die Verkehrsbelastung sprechen dagegen", so Siebert.
Zum Ausgleich der Baumaßnahmen sind 8,7 Hekar landschaftspflegerische Maßnahmen vorgesehen. U.a. werden 70 größere Straßenbäume, 40 Obstbäume, 12000 kleine Sträucher und Bäume sowie 3000 Erlen am neu angelegten Bach und am Brachthauser Bach, der im Zuge der Maßnahmen renaturiert wird, gepflanzt.
In dem Gespräch räumte Siebert mit der Illusion auf, dass die Demonstration der Brachthauser und Wirmer Bürger im letzten Jahr den Baubeginn der Straße beschleunigt habe: "Wir hätten auch ohne diese Aktion in 2006 begonnen."
Quelle: Westfalenpost, Volker Eberts, 16.05.2006
Minister gibt positives Signal
Brachthausen. (ebe) Offenbar weiß die Düsseldorfer Landesregierung mehr über die Vorgänge in der Region als man ihr landläufig zutraut.
"Minister Wittke war über die Angelegenheit informiert, Theo Kruse hatte ihn deshalb bereits angesprochen", so Hartmut Schauerte, MdB.
Wie am Freitag bei der Demonstration in Brachthausen angekündigt, absolvierte der Flaper Bundestagsabgeordnete mit dem neuen NRW-Verkehrsmininister gestern mehrere Ortstermine, u.a. in Drolshagen, wo es um die ehemalige Bahnstrecke Olpe-Dieringhausen ging.
Dabei diskutierte Schauerte mit Oliver Wittke die Problematik bei der Ortsumgehung Brachthausen. Schauerte: "Er hat eine schnelle und gründliche Prüfung des Projekts zugesagt. Seine Reaktion werte ich als sehr positiv. Ich denke, dass es in jedem Fall im kommenden Jahr losgeht."
In der Tat, so Schauerte, sei die Entscheidung, den Baubeginn der Ortsumgehung zu verschieben, von der alten rot-grünen Landesregierung gefällt worden. "Die hatte ihren Etat für den Straßenbau bereits zu Ostern um 10 Mio. Euro überzogen und selbst einen Ausgabestopp vollzogen."
Die ca. 1,3 Kilometer lange Ortsumgehung Brachthausen ist letzter Bauabschnitt der Komplettsanierung der L 728 von Kirchhundem nach Hilchenbach. Die anderen Abschnitte waren in den letzten Jahren Zug um Zug erneuert worden.
Quelle: Westfalenpost, 16.08.2005
Jung wehrt sich energisch gegen Kritik aus Brachthausen
Kirchhundem. In die Debatte um die Verzögerungen beim Bau der Ortsumgehung Brachthausen schaltet sich wieder der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Jung ein.
Gegenüber der WR erklärte der Mann aus Schönau: "Die Forderung der Bürgerinnen und Bürger Brachthausens, dass ihre Ortschaft so schnell wie möglich entlastet werden muss, unterstütze ich weiterhin nachdrücklich". Wenn Alois Hermes, Mitorganisator der Demo, Anfang August die Zeitungen aufmerksam gelesen hätte, wäre ihm nicht entgangen, dass Jung mit Bürgermeister Michael Grobbel, einen entsprechenden Appell an die Landesregierung in Düsseldorf gerichtet hat. Jung: "Es gibt hier also keinen Nachholbedarf".
Im übrigen müssten sich die Initiatoren der Demo fragen lassen, warum sie es für richtig gehalten haben, Jung nicht einzuladen. Er wäre "gerne nach Brachthausen gekommen, um meinen Standpunkt noch einmal deutlich zu machen."
Der Landesbetrieb Straßenbau NRW habe den Bürgermeister wenige Tage vor Jungs Besuch in Kirchhundem über die Verschiebung des Brachthauser Bauvorhabens informiert. In ihrer Pressemitteilung hätten Grobbel und er auf diese aktuelle Entwicklung hingewiesen und gleichzeitig die neue Landesregierung aufgefordert, den Bau der Umgehungsstraße nicht weiter zu verzögern. Jung: "Was daran schädlich gewesen sein soll, wie insbesondere der Hartmut Schauerte von der CD behauptet, erschließt sich mir nicht." Die neu gewählte CDU-Landesregierung sei der richtige Adressat für diesen Appell, denn "wer sonst sollte künftig das Geld für dieses wichtige Straßenbauprojekt zur Verfügung stellen?"
Die von der CDU begonnene Diskussion darüber, ob die verwaltungsinterne Entscheidung über den zeitlichen Aufschub der Maßnahme noch unter der alten oder erst unter der neuen Landesregierung gefallen ist, hält Jung für müßig. Grobbel und er hätten auch nicht behauptet, dass es sich um einen Beschluss der neuen Landesregierung handelt. Sollte tatsächlich im April eine entsprechende Vorentscheidung getroffen worden sein, wäre es aber zumindest so, dass die neue Landesregierung diese übernommen und keine Veranlassung gesehen habe, sie zu revidieren.
Der Brachthäuser Alois Hermes beschwere sich zu Unrecht darüber, dass von Jung bisher noch keine Unterstützungsworte zu hören gewesen seien. Auffallend sei hingegen, "dass sich mein CDU-Landtagskollege Theo Kruse in dieser Diskussion bisher stark zurückhält und das Feld seinen Kirchhundemer Parteifreunden mit Hartmut Schauert an der Spitze überlässt." Hier seien offensichtlich Wahlkampfgründe ausschlaggebend.
Jung appelliert an an alle Beteiligten, "dass wir uns künftig mit vereinter Kraft auf eine möglichst zeitnahe Realisierung der Ortsumgehung Brachthausen konzentrieren." Da sich die Region in dieser Frage einig sei, sollten "Scheingefechte von jetzt an der Vergangenheit angehören."
Quelle: Westfalenpost, 16.08.2005
Chancen für Baubeginn im nächsten Jahr stehen gut Ortsumgehung Brachthausen bleibt Zankapfel der Politik / MdL Jung sauer über Nichteinladung
Kirchhundem/Brachthausen.
(ebe) Die Chancen für einen Bau der Ortsumgehung Brachthausen spätestens 2006 sind gestiegen. "Ich denke, dass es im kommenden Jahr losgeht", so MdB Hartmut Schauerte gestern nach einem Gespräch mit NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (siehe unten). Unterdessen bleibt das Thema "Ortsumgehung" Brachthausen" Zankapfel der Politik.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Jung kritisiert nicht nur die CDU, sondern auch Demo-Mitorganisator Alois Hermes.
Er unterstütze weiterhin nachdrücklich die Forderung der Brachthauser Bürger nach einem möglichst schnellen Bau der Straße, so Jung "Wenn Alois Hermes die Zeitungen aufmerksam gelesen hätte, wäre ihm nicht entgangen, dass ich gemeinsam mit Bürgermeister Grobbel einen entsprechenden Appell an die Landesregierung in Düsseldorf gerichtet hatte", so Jung.
Zum Hintergrund: Hermes hatte Jung bei der Kundgebung am Freitag vorgeworfen, im Gegensatz zur Umgehungsstraße in Attendorn würde Jung die Ortsumgehung Brachthausen nicht dementsprechend unterstützen.
"Im übrigen müssen sich die Initiatoren der Demo fragen lassen, warum sie es für richtig gehalten haben, mich zu dieser Kundgebung nicht einzuladen. Ich wäre gerne nach Brachthausen gekommen, um meinen Standpunkt deutlich zu machen", so Jung.
Er und BM Grobbel hätten Anfang August lediglich über die Verschiebung des Brachthauser Bauvorhabens informiert und die neue Landesregierung aufgefordert, den Bau nicht weiter zu verzögern. "Was daran schädlich gewesen sein soll, wie insbesondere der CDU-Kollege Schauerte (MdB) behauptet, erschließt sich mir nicht." Natürlich sei die neu gewählte CDU-Landesregierung der richtige Adressat für diesen Appell, denn wer sonst sollte das Geld für dieses Straßenbauprojekt zur Verfügung stellen?
Die von der CDU begonnene Diskussion darüber, ob die Entscheidung über die Verschiebung von der alten oder neuen Landesregierung getroffen wurde, hält Jung für müßig. Sollte die Entscheidung tatsächlich bereits im April getroffen worden sein, hätte die neue Landesregierung diese ja revidieren können, so Jung.
Der CDU wirft Jung auch vor, das Thema für den Wahlkampf ausschlachten zu wollen. Sein Landtagskollege Theo Kruse (CDU) überlasse das Feld seinen Kirchhundemer Parteifreunden mit Hartmut Schauerte (CDU-MdB) an der Spitze. "Ganz offensichtlich nutzt Schauerte gerne auch landespolitische Themen, um sich ins rechte Licht zu rücken. Die von Bürgermeister Grobbel und mir veröffentlichte Pressemitteilung scheint auf den CDU-Bundestagsabgeordneten und -kandidaten geradezu wie ein Adrenalin-Stoß gewirkt zu haben."
Jung appelliert an alle Beteiligten, "sich künftig mit vereinter Kraft auf eine möglichst zeitnahe Realisierung der Ortsumgehung Brachthausen zu konzentrieren." Scheingefechte sollten von jetzt an der Vergangenheit angehören.
Quelle: Westfalenpost, 16.08.2005
"Parteitaktisches Grobbel-Spielchen"
Betr.: Ortsumgehung Brachthausen, hier: Stellungnahme von Bürgermeister Grobbel (WR vom 16. August):
"Bürgermeister Grobbel "rudert zurück" und erklärt, "habe ich ja nicht so gemeint." Tatsache ist, in der gemeinsamen Erklärung von Bürgermeister Grobbel und MdL Jung wurde erklärt, aktuell über den Stopp des Baubeginnes der Ortsumgehung von Brachthausen informiert worden zu sein. Jeder hat aus dieser Erklärung lesen müssen, die Entscheidung ist von der neuen CDU/FDP-Landesregierung getroffen worden.
Warum erfolgte keine Nachfrage bei der Straßenbaubehörde oder dem Verkehrsministerium in Düsseldorf? Dies sollte Bürgermeister Grobbel den Bürgern in Brachthausen und in der Gemeinde Kirchhundem mitteilen. Dann wäre sofort klar gewesen, bereits im April wurde diese Entscheidung von der alten rot/grünen Landesregierung getroffen.
Vielmehr startete der Bürgermeister ein parteitaktisches Spielchen mit Rundumschlägen auf die neue Landesregierung, die ja erst einige Wochen im Amt ist. Dies ist nicht die überparteiliche Amtsausübung, die Grobbel bei der Amtsübernahme als Bürgermeister den Bürgern versprochen hat.
Er hat damit dem Projekt der Ortsumgehung in Brachthausen geschadet."
Rolf Amzehnhoff Zur Weinspitze 15 Silberg
Quelle: Westfälische Rundschau, 16.08.2005
"Parteitaktische Spielchen liegen mir fern"
Kirchhundem. (wp) Kirchhundems Bürgermeister Grobbel hat die Kritik der CDU im Zusammenhang mit der Ortsumgehung in Brachthausen zurückgewiesen.
"Im gemeinsamen Leserbrief von CDU-Fraktion und CDU-Gemeindeverband Kirchhundem wird mir unterstellt, in einem Zeitungsartikel, gemeinsam mit dem MdL Reinhard Jung erklärt zu haben, dass die neue CDU-/FDP-Landesregierung eine Verschiebung der Ortsumgehung Brachthausen auf 2007 beschlossen hat. Eine solche Erklärung ist weder von mir noch vom MdL Jung abgegeben worden. Ich habe lediglich gemeinsam mit MdL Jung die amtierende Landesregierung aufgefordert, den Bau der Ortsumgehung Brachthausen nicht weiter zu verschieben. Die Notwendigkeit dieser Ortsumgehung haben auch die Bürger von Brachthausen im Rahmen eines Demonstrationszuges am 12. 08. dargelegt Die Darstellung der CDU Kirchhundem in ihrem Leserbrief ist somit falsch", so Grobbel.
Die Erklärung, dass die Ortsumgehung Brachthausen auch Opfer der vom neuen Landesfinanzminister Helmut Linssen erlassenen Haushaltssperre ist, sei aber Gegenstand eines Leserbriefes des Geschäftsführers des CDU-Kreisverbandes Olpe, Herrn Hubert Brill, der in den letzten Wochen veröffentlicht wurde, gewesen.
"Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, sowohl in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, NL Siegen, als auch mit politischen Vertretern aus dem Kreis Olpe, dass der Bau der Ortsumgehung Brachthausen möglichst zeitnah erfolgt. Dem CDU-Bundestagsabgeordneten, Herrn Hartmut Schauerte, habe ich am 15. August 2005 die von ihm angeforderten Unterlagen zur Ortsumgehung Brachthausen für ein Gespräch mit dem Verkehrsminister des Landes NRW, Herrn Oliver Wittke, am 16.08.05 in Drolshagen übergeben. Mir liegt es also fern, mich auf parteitaktische Spielchen einzulassen. Der Erlass einer Resolution des Rates der Gemeinde Kirchhundem zum Bau der Ortsumgehung Brachthausen wird von mir mitgetragen", erklärt der Bürgermeister.
Quelle: Westfalenpost, 15.08.2005
Demonstration in Brachthausen In diesen Minuten demonstrieren rund 150 Dorfbewohner in Kirchhundem-Brachthausen. Sie fordern seit Jahren den Bau einer Ortsumgehung. Die Landesregierung habe die Bauarbeiten erneut um weitere zwei Jahre verschoben, sagte Ortsvertreter Alfred Bierhoff. Man werde nicht länger hinnehmen, dass in dem kurvenreichen Ort regelmäßig Autofahrer in Vorgärten landen oder in Fachwerkhäuser rasen. Die Bewohner selbst haben für die nächste Stunde auf der K 728 in Brachthausen eine Straßensperre errichtet.
Quelle: WDR2, 12.08.2005
Aufruf zur Demonstration für den Bau der Ortsumgehung Brachthausen in 2005
Treffpunkt: Freitag, der 12.08.2005 Uhrzeit: 14:30 Uhr Treffpunkt: Schützenplatz 14:45 Uhr: Abmarsch des Demonstrationszuges zur „geplanten“ Trasse der Ortsumgehung (Abzweigung Silberg) 15:00 Uhr: Stellungnahme an der geplanten Trassenführung
Grobbel wehrt sich: CDU-Darstellung ist einfach falsch
Kirchhundem. Zum Leserbrief von CDU-Fraktion und CDU-Gemeindeverband Kirchhundem in der WR vom vergangenen Samstag nahm gestern Kirchhundems Bürgermeister Grobbel Stellung.
Grobbel wörtlich: "Im gemeinsamen Leserbrief von CDU-Fraktion und CDU-Gemeindeverband Kirchhundem wird mir unterstellt, in einem Zeitungsartikel gemeinsam mit dem MdL Reinhard Jung erklärt zu haben, dass die neue CDU-/FPD-Landesregierung eine Verschiebung der Ortsumgehung Brachthausen auf 2007 beschlossen hat. Eine solche Erklärung ist weder von mir noch von Jung abgegeben worden. Ich habe lediglich gemeinsam mit Jung die amtierende Landesregierung aufgefordert, den Bau der Ortsumgehung Brachthausen nicht weiter zu verschieben. Die Notwendigkeit dieser Ortsumgehung haben auch die Bürger von Brachthausen im Rahmen eines Demonstrationszuges am 12. August dargelegt (die WR berichtete).
Die Darstellung der CDU Kirchhundem in ihrem Leserbrief ist somit falsch. Die Erklärung, dass die Ortsumgehung Brachthausen auch Opfer der vom neuen Landesfinanzminister Helmut Linssen erlassenen Haushaltssperre ist, war aber Gegenstand eines Leserbriefes des Geschäftsführers des CDU-Kreisverbandes Olpe, Herrn Hubert Brill, veröffentlicht in der WR am 4. August.
Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, sowohl in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, Niederlassung Siegen, als auch mit politischen Vertretern aus dem Kreis Olpe, dass der Bau der Ortsumgehung Brachthausen möglichst zeitnah erfolgt. Dem CDU-Bundestagsabgeordneten, Herrn Hartmut Schauerte, habe ich am 15. August die von ihm angeforderten Unterlagen zur Ortsumgehung Brachthausen für ein Gespräch mit dem Verkehrsminister des Landes NRW, Herrn Oliver Wittke, am 16. August in Drolshagen übergeben.
Mir liegt es also fern, mich auf parteitaktische Spielchen einzulassen. Der Erlass einer Resolution des Rates der Gemeinde Kirchhundem zum Bau der Ortsumgehung Brachthausen wird von mir mitgetragen."
Quelle: Westfälische Rundschau, 12.08.2005
BM Grobbel soll Farbe bekennen
Kirchhundem. (wp) Die CDU in Kirchhundem, Fraktion und Gemeindeverband, attackieren im Zusammenhang mit der Ortsumgehung Brachthausen Bürgermeister Grobbel. Er habe mit seinem Rundumschlag der Ortsumgehung mehr geschadet als genutzt.
Die CDU - Fraktion und der CDU - Gemeindeverband Kirchhundem habe sich in den letzten Jahren stets für den Bau der Ortsumgehung eingesetzt, heißt es in einer Erklärung der Union. "Die Initiativen von MdL Theo Kruse und MdB Hartmut Schauerte für die notwendige Straßenbaumaßnahme wurden von der CDU aus Kirchhundem und auf Kreisebene nachdrücklich unterstützt. Daran muss erinnert werden."
Die Darstellung von MdB Schauerte habe Klarheit gebracht. Danach hat im April die alte rot-grüne Landesregierung die Entscheidung getroffen, die Ortsumgehung nicht im Oktober zu bauen. Die Presseerklärung von Bürgermeister Grobbel und von dem SPD-Landtagsabgeordneten Jung sei demnach falsch. In der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses soll Grobbel erklären, was der Landesbetrieb Straßenbau mitgeteilt hat und warum die Mitglieder des Rates über die Presse informiert wurden. Die CDU will mit den anderen Parteien im Rat eine gemeinsame Resolution an das Verkehrsministerium verfassen, damit es keine weitere Verzögerung beim Straßenausbau gibt. Weiterhin wird Bürgermeister Grobbel aufgefordert, ein Konzept für die Realisierung bis zur Sitzung der Gremien zu erarbeiten.
Quelle: Westfalenpost, 12.08.2005
"Wir sind keine Bürger 2. Klasse"
Brachthausen. (pr) Rund 150 Brachthauser demonstrierten gestern Nachmittag gegen die geplante Verschiebung des Baubeginns der Ortsumgehung von Herbst 2005 ins Jahr 2007.
Alfred Bierhoff sprach deutliche Worte: "Wir können und wollen eine weitere Verschiebung der Ortsumgebung nicht widerspruchslos hinnehmen. Die Situation ist dramatisch, es vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht Beinahe-Unfälle mit Pkw oder Lkw ereignen. Diese Straße ist in Teilen schlechter als Straßen in Polen oder der Ukraine."
Noch im März wurde den Bürgern vom Landesbetrieb Straßenbau Siegen der Baubeginn in 2005 zugesagt. Bürgermeister Grobbel, ebenfalls als Gast bei der Demo wie auch MdB Hartmut Schauerte: "Die Nachricht kam am 21. Juli, dass der Ausbau verschoben wird". Alois Hermes wurde direkt am Mirkrofon: "Wir sind keine Bürger 2. Klasse." Hartmut Schauerte: "Diese Straße war immer eins meiner Lieblingskinder. Bis kurz vor Brachthausen sind wir gekommen. Es wäre doch gelacht, wenn wir das letzte Stück nicht auch noch schaffen." Im Oktober werde neu diskutiert, mit welcher Straße man anfängt. Schauerte: "Ich arbeite zwar in Berlin, aber mein Bestreben ist dennoch, dass in 2006 hier die Baumaschinen anrücken."
Quelle: Westfälische Rundschau, 12.08.2005
Schauerte (CDU) zum Thema Ortsumgehung
Kirchhundem/Brachthausen. Herbe Kritik übt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hartmut Schauerte an den Äußerungen der beiden Sozialdemokraten Reinhard Jung (SPD-MdL) und Michael Grobbel, Bürgermeister von Kirchhundem (die WR berichtete).
Schauerte schreibt unter anderem: "Da ist eine Partei nach 39 Jahren abgewählt worden, auch, weil sie die Finanzen des Landes NRW ruiniert hat, und ihre örtlichen Vertreter gehen dann hin und kritisieren ohne jede Schamfrist die notwendigen Sparanstrengungen draußen im Land. Gleichzeitig greifen sie in Düsseldorf den neuen Finanzminister an, weil er im Nachtragshaushalt zu viel Geld ausgeben wolle." Schlimm, so Schauerte weiter, werde es, wenn auch noch die Fakten verdreht würden. Denn an der Verwirklichung dieser Maßnahme habe er, Schauerte, "als Mitglied des Landtags NRW und in den damaligen Gremien des Landesstraßenbauamts, aber auch als Abgeordneter des Deutschen Bundestages sehr konkret bis hin zu Grundstücksfragen mit gearbeitet."
Die Entscheidung, die Ortsumgehung Brachthausen im Herbst 2005 nicht zu beginnen, sei bereits zur Zeit der alten Landesregierung vor der Landtagswahl im April 2005 gefallen. Dies werde von den beteiligten Behörden bestätigt. Es gebe auch keine Entscheidung der neuen Landesregierung, dass erst im Herbst 2007 begonnen werde. Die Entscheidung über den Baubeginn werde im Herbst dieses Jahres erst getroffen. Schauerte: "Ich hoffe, dass der Weiterbau 2006 beginnen kann. Dafür will ich mich gemeinsam mit dem Landtagskollegen Theo Kruse einsetzen." Der neue SPD-Bürgermeister der Gemeinde Kirchhundem und der neue SPD-Landtagsabgeordnete hätten mit ihrer parteiischen und falschen Veröffentlichung dem Projekt mehr geschadet als genutzt.
Quelle: Westfälische Rundschau, 04.08.2005
Alfred Bierhoff kritisiert die OU-Verschiebung
Brachthausen. (ebe) Im März sah alles noch so gut aus. In einer Bürgerversammlung stellte der Leiter des Landesbetriebs Straßenbau in Siegen, Theis, den Baubeginn der Ortsumgehung in Brachthausen noch für dieses Jahr in Aussicht. Jetzt folgte die Ernüchterung. Frühestens 2007 wird mit dem Bau begonnen. Für den Brachthausener Gemeindevertreter Alfred Bierhoff ist dies nicht nachvollziehbar und mehr als "schade". Zumal für den Bau alles klar war: die Grundstückskäufe sind abgeschlossen und auch die Finanzierung schien gesichert. "Man hätte die Maßnahmen, die für dieses Jahr geplant waren, auch durchziehen sollen", so der SPD-Ratsherr. In diesem Jahr sollte mit dem Bau einer Brücke über ein Gewässer begonnen werden, im nächsten Jahr waren die Erdarbeiten dran, 2007 sollte die lang ersehnte Umgehung fertig sein. Viele Bürger in Brachthausen hätten mit Unverständnis auf die neue Terminierung reagiert, so Bierhoff.
Verwundert ist Bierhoff auch über die Vorgehensweise von Kirchhundems Bürgermeister Grobbel. Der hatte sich zusammen mit dem neuen MDL Reinhard Jung am Brachthauser Ortsschild ablichten lassen und die Verschiebung der Maßnahme in die Öffentlichkeit gebracht. Bierhoff: "Wenn man schon so einen Ortstermin macht, hätte man auch einige betroffene Bürger darüber informieren können und meine Telefonummer ist auch bekannt."
Quelle: Westfalenpost, 03.08.2005
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